Heißluftpistole
Veröffentlicht: 26. März 2021

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Eine Heißluftpistole funktioniert wie ein Föhn, doch ist mit ihren bis zu 650 °C Hitzeleistung definitiv nicht für die Haare gedacht. Dafür eignet sie sich als Werkzeug für fast alles andere, ob in der Werkstatt oder Zuhause. Eine Heißluftpistole ist nicht nur gut zum folieren, löten oder kleben, sondern auch zur Farbentfernung, zum Grill anzünden und Rohre entfrosten.

Jede spezifische Arbeit erfordert aber eine bestimmte Temperaturregelung und gewisse Düsen-Aufsätze. Damit Du, die für Dich geeignete Heißluftpistole kaufen kannst, stellen wir in unserem Produktvergleich verschiedene Modelle vor und haben die wichtigsten Kriterien herausgearbeitet.




Das Wichtigste in Kürze

  • Heißluftpistolen funktionieren wie ein Föhn, sind aber Werkzeuge und können sich auf über 600 °C erhitzen.
  • Mithilfe von Heißluftpistolen können Oberflächen präzise erwärmt werden und im Falle von Kunststoff auch verformt. Sie unterstützen bei Lack- und Farbentfernungen und werden auch in der Küche benutzt.
  • Heißluftpistolen werden mit verschiedenen Aufsätzen und Regulierungen der Temperatur und des Luftstroms eingesetzt, um den optimalen Ausgang der Arbeit zu erzielen.

Heißluftpistolen im Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Anschließend stellen wir sechs unserer Favoriten vor. Die Empfehlungen sollen Dir helfen, die für Dich passende Heißluftpistole zu finden.

Die günstige Grundlage: Brüder Mannesmann M49500

Die Heißluftpistole M49500 der deutschen Firma Brüder Mannesmann überzeugt mit Leistung und gutem Preis. Mit 2’000 Watt erbringt sie die Leistung, die eine Heißluftpistole braucht, um verlässlich und genügend heiß zu funktionieren. Zudem ist sie in 2 Stufen einstellbar.

Die erste Stufe pustet mit einem Luftstrom von 300 l/m 350 °C aus der Düse. In der zweiten Stufe erwärmt sich die Heißluftpistole auf 550 °C mit einem Luftstrom von 500 l/min. Arbeiten bei Wind und Wetter steht also nichts im Wege.

Zusätzlich zum Gerät erhältst Du 4 Düsenaufsätze, um verschiedenen Arbeiten nachzugehen. Das Gerät ist Netzwerk betrieben und somit auch nur 525 g schwer. Gemeinsam mit dem Plastikgehäuse ist die Heißluftpistole dadurch handlich, aber auch weniger robust.

Fazit: Die Heißluftpistole M49500 der Brüder Mannesmann erbringt in Form der Temperatur, der Leistung und den 2 Stufen die grundsätzlichen Resultate, die von jeder Heißluftpistole zu erwarten sind. Besonders sticht sie mit ihrem Preis und dem Lieferumfang von 4 weiteren Düsenaufsätze hervor. Für den Heimwerker-Gebrauch ist sie eine gute Grundlage.

Das universal Gebläse: Bosch UniversalHeat 600

Die UniversalHeat 600 Heißluftpistole von Bosch setzt die Grundlagen mit 1’800 Watt richtig. Mit 3 Einstellmöglichkeiten kannst Du eine Hitze von 50 °C, 300 °C oder 600 °C erreichen und auch den Luftstrom entsprechend regulieren. Somit hast Du ein Werkzeug für Kleinstarbeiten und leistungsstarke Projekte.

Dabei ist Boschs Heißluftpistole vor allem handlich, mit ihren 530 g und einem Netzkabelanschluss. Der Gummi-Griff verspricht eine bequeme Haltung und kann auch im 90 ° Winkel aufgestellt werden, wenn Du gerade keine dritte Hand zur Verfügung hast. Das Gerät kommt mit einem Koffer, dafür aber keinem weiteren Zubehör. Die jeweiligen Aufsätze müssen also extra dazu gekauft werden.

Fazit: Boschs Heißluftpistole überzeugt mit den grundlegenden 3 Regulierungsstufen und der handlichen, robusten Umsetzung. Von Basteln, über Auto folieren bis zu Grill anfachen, kann der UniversalHeat 600 eingesetzt werden. Einzig das Zubehör muss zusätzlich gekauft werden, wobei es dafür im zugehörigen Koffer untergebracht werden kann.

Die Heißluftpistole für alle Fälle: TROTEC Heißluftgebläse HyStream 200

Der Preis für die TROTEC Heißluftgebläse HyStream 200 ist unschlagbar. Dazu erbringt sie dennoch mit 2’000 Watt eine Hitzeleistung von 550 °C mit 500 l/m Luftstrom. Daher ist sie vor allem für Grobarbeiten und Projekte, die eine hohe Temperatur benötigen, geeignet.

Dank ihrer 2 Stufenregulierung kann das Gerät aber auch mit 350 °C und einem Luftstrom von 300 l/m für Farbentfernungen benutzt werden. Der Hersteller empfiehlt es auch für Folierungs-Arbeiten.

Auf stabilen Flächen kann die Heißluftpistole gemäß Hersteller frei platziert und im Standbetrieb genutzt werden. Das Gerät ist leicht zu handhaben mit einem Gewicht von 600 g und einer Kabellänge von 1,8 m. Zusätzlich zum Werkzeug werden auch Düsenaufsätze mitgeliefert.

Fazit: Die TROTEC Heißluftpistole ist für allfällige Einsätze im Haushalt geeignet und erbringt die erwünschten Leistungen. Gemäß dem günstigen Preis ist es eine gute Hobby-Pistole, aber verspricht eher keine Langlebigkeit. Ein handlicher und nützlicher Umgang ist jedoch garantiert.

Die verlässliche Begleiterin: Makita HG5030K

Die Heißluftpistole HG5030K von Makita kommt mit 2 Einstellungsstufen. Mit ihren 1’600 Watt erreicht sie eine Temperatur von 500 °C und einen Luftstrom von 500 l/m. Sie kann auch heruntergeschraubt werden auf 300 l/m und 350 °C.

Mit ihren 600 g Gewicht und dem 2 m langem Netzkabel ist das Gerät leicht und handlich. Zudem garantiert auch der Griff lange Arbeiten angenehmer zu machen. Die Heißluftpistole kann zusätzlich aufrecht hingestellt werden.

Der Hersteller verspricht eine vielseitige Nutzung und liefert 4 Düsenaufsätze mit. Des Weiteren kommt das Gerät in einem robusten Koffer. Auch das Werkzeug selbst überzeugt mit seiner Langlebigkeit. Ein Thermostat verhindert zudem eine Überhitzung des Geräts.

Fazit: Die Makita Heißluftpistole stellt mit ihrer Robustheit eine verlässliche Begleiterin für alle Heimwerkenden dar. Auch das Gewicht, die Handlichkeit und die Verstauungs-Möglichkeit machen es zum Favoriten. Mit den 2 Stufen erfüllt sie ihren Zweck, kommt jedoch nur auf eine Hitze von 500 °C. Wer aber mit etwas weniger Leistung zufrieden ist, macht nichts falsch mit dieser Heißluftpistole.

Kauf- und Bewertungskriterien für Heißluftpistolen

Damit Du die passende Heißluftpistole findest, haben wir für Dich die wichtigsten Kaufkriterien herausgearbeitet, die es beim Kauf zu berücksichtigen gilt. Die sechs Kriterien stellen Entscheidungshilfen dar, um Deine Wahl verlässlich und sachlich treffen zu können.

Die Kriterien, anhand deren Du die Heißluftpistolen vergleichen kannst, umfassen:

Leistung

Welchen Zweck soll Deine Heißluftpistole erfüllen? Benötigst Du sie für kleinere Haushaltsarbeiten oder für große und längere Projekte?

Um 600 °C zu erreichen, braucht eine Heißluftpistole um die 2’000 Watt. Falls Du aber nur Arbeiten mit geringer Leistung ausführen willst, reichen auch weniger Watt aus.

Temperatur

In Zusammenspiel mit der Leistung kommt es auch bei der Temperatur auf die Gebrauchsabsicht drauf an. Verschiedene Heißluftpistolen haben verschiedene Tiefst- und Höchsttemperaturen, die Du einstellen kannst.

Fast alle Heißluftpistolen sind bis auf 600 °C erhitzbar. Deshalb musst Du vor allem darauf achten, welches die Tiefsttemperatur ist, falls Du auch Arbeiten mit kleineren Temperaturen machen willst.

Luftstrom

Wie schnell soll Deine Heißluftpistole arbeiten? Und welches Material wird dabei bearbeitet? Um einen Grill anzufachen braucht es etwa einen starken Luftstrom, um aber Schweiß-Arbeiten zu erledigen, sollte er nicht zu stark sein.

Mit 500 Litern pro Minute lässt sich ein starker Luftstrom erzeugen, welcher auch im Freien bei Wind und Wetter Präzision verspricht. Für feinere Bearbeitungsmethoden benötigst Du aber eine Heißluftpistole, die weniger als 300 l/m pustet.

Einstellungsmöglichkeiten

Je nach Heißluftpistole kannst Du die Temperatur und den Luftstrom in mehreren Stufen und auch stufenlos einstellen. Hier ist es erneut wichtig Deine Gebrauchsabsicht festzumachen.

Bei einem größeren Temperaturumfang lohnt es sich mindestens drei Stufen einstellen zu können. Und auch der Luftstrom sollte sich einstellen lassen, wenn Du Deine Heißluftpistole für unterschiedliche Arbeiten benötigst.

Ausstattung

Eine Heißluftpistole kommt unterschiedlich mit einem Koffer, verschiedenen Aufsätzen und weiterem Zubehör. Dabei ist es vor allem wichtig auf die Aufsätze zu achten. Je nach Einsatz der Heißluftpistole braucht es verschiedene Düsen. Diese sollten dann entweder schon dabei sein, oder müssen dazu gekauft werden.

Unbedingt auch einen Blick auf die Länge des Kabels werfen, denn nichts ist mühsamer als ein zu kurzes Kabel. Falls Du Dich für ein Akkugerät entscheidest, sollst Du sicher gehen, dass der Akku inbegriffen ist und sonst allenfalls einen dazu kaufen. Falls Du mit präzisen Temperaturangaben arbeiten musst, lohnt es sich zudem eine Heißluftpistole mit Display zu kaufen.

Gewicht

Je länger die Arbeit, desto schwerer wird das Gerät in den Händen. Deshalb unbedingt auf das Gewicht der Heißluftpistole achten. Dabei lohnt es sich auch einen Blick auf den Griff zu werfen, um zu sehen, ob er guten Halt bietet. Zusätzlich zahlt es sich aus eine aufstellbare Heißluftpistole zu kaufen, wenn Du eher alleine arbeitest und keine dritte Hand zur Verfügung hast.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Heißluftpistolen ausführlich beantwortet

Anschließend beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Heißluftpistolen. Die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen sollen Dir Klarheit und Einblick in die Thematik bieten.

Worum handelt es sich bei einer Heißluftpistole?

Heißluftpistolen, auch Heißluftgebläse oder Heißluftföhn genannt, sind Werkzeuge, welche gezielt Oberflächen erhitzen. Sie werden eingesetzt, um zum Beispiel Kunststoffe zu verformen, Lack oder Farbe zu entfernen, oder punktiert Flächen zu erhitzen.

Das Gerät funktioniert wie ein gewöhnlicher Föhn: kalte Luft wird hinten angesogen, durch Heizspulen erhitzt und tritt in der gewünschten Temperatur durch die Düse vorne aus.

Heißluftpistole

Heißluftpistolen sind vielfältig einsetzbar. Löten ist nur eine von vielen Arbeiten, die mit dem Heißluftgebläsewerkzeug gemacht werden können. (Bildquelle: ifong/ Unsplash)

Während sich ein Föhn aber bei 70 °C aufgrund eines Überhitzungsschutzes ausschaltet, kann eine Heißluftpistole bis zu 650 °C heiß werden. Zudem gibt es für jede Funktion einen bestimmten Aufsatz, welcher die Arbeit mit einer Heißluftpistole so präzise macht.

Für wen eignet sich eine Heißluftpistole?

Heißluftpistolen sind in großen Werkstätten und in kleinen Haushalten nützlich. Sie sind relativ einfach zu bedienen und die meisten haben einen Überhitzungsschutz eingebaut.

Beim ersten Gebrauch solltest Du mit niedriger Temperatur, niedrigem Luftstrom und genügend Abstand einsteigen und dann Deine gewünschten Einstellungen vornehmen. Wichtig ist nicht leichtsinnig mit der Heißluftpistole umzugehen und den Luftstrom nicht auf sich und andere Lebewesen zu richten.

Welche Arten von Heißluftpistolen gibt es?

Die verschiedenen Heißluftpistolen unterscheiden sich vor allem in ihren Leistungen und in der Herstellung. Günstiger hergestellte Geräte haben eine kürzere Lebensdauer und erzielen meist eine schwächere Leistung. Höhere Wattleistung verspricht hohe Temperaturen und einen starken Luftstrom. Dabei unterscheiden sich die Modelle dann in den Einstellungsmöglichkeiten.

Heißluftpistolen gibt es in einfacher Ausführung mit 2 Stufen und unter 2’000 Wattleistung. Und es gibt sie in Profiausführung, etwa ausgestattet mit mehr als 10 Stufen, LCD-Anzeige und zusätzlicher Ausstattung.

Was kostet eine Heißluftpistole?

Die Kosten setzten sich aus der Leistung, dem Zubehör und der Herstellung zusammen. Dabei bewegt sich der Preis zwischen günstig und hochpreisig. Folgende Tabelle verschafft Dir einen Überblick über 3 verschiedene Preisklassen.

Preisklasse Erhältliche Produkte
Niedrigpreisig (13- 30 €) Meist günstig verarbeitet, wenig Funktionen
Mittelpreisig (30 – 80 €) Zusatzfunktionen, erweitertes Zubehör, hochwertiger verarbeitet
Hochpreisig (ab 80 €) Meist hoher Lieferumfang, viele Einstellungsstufen, robust

Anhand dieser Tabelle siehst Du, dass schon eine Heißluftpistole mittlerer Preisklasse hochwertig verarbeitet und leistungsstark ist, sowie teilweise zusätzliche Ausstattung mit sich bringt.

Wofür eignet sich eine Heißluftpistole?

Vor allem werden Heißluftpistolen zum folieren und zum Verwenden von Schrumpfschläuchen genutzt. Beim Folieren wird mithilfe der Heißluftpistole eine Folie auf ein Auto oder Glas aufgetragen, wobei das Gerät den Klebstoff unter der Folie schmilzt.

Schrumpfschläuche dienen als Rohr- und Kabelverbinder, welche durch die Erhitzung mit der Heißluftpistole sich zusammenziehen und festkleben. Zum Farbe- und Lackentfernen werden sie auch gerne verwendet.

Heißluftpistolen dienen aber jeglichen Zwecken rund ums Haus. So kannst Du mit dem Werkzeug auch löten, den Grill anfachen, Rohre entfrosten, Dinge reparieren oder auch Toast machen.

Fazit

Es lohnt sich durchaus neben einem Föhn auch eine Heißluftpistole in Haus zu haben. Sie ist nicht nur bei geplanten Projekten hilfreich, sondern auch beim Käse schmelzen für Deinen Toast. Ob in der Küche oder in der Werkstatt, eine Heißluftpistole erleichtert Dir bestimmte Arbeiten und ermöglicht hohe Präzision.

Ihre Vielfältigkeit hängt aber vom Modell ab. Um die 50 € lohnt sich zu investieren, um eine verlässliche und variable Heißluftpistole zu bekommen. Für Gelegenheitsjobs gibt es sie aber schon ab 13 €. Neben dem Preis solltest Du auch auf das Gewicht, die Einstellungsmöglichkeiten und die Leistung achten. Jede Arbeit benötigt eine andere Hitzeeinstellung und Düse.

Titelbild: Daisy Anderson/ Pexels

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