Rauchmelder
Zuletzt aktualisiert: 12. August 2020

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Kleines Gerät, große Wirkung: Rauchmelder können Leben retten. Da Feuer meist mit Flammen assoziiert wird, sind Verbrennungen die größte Sorge vieler Menschen. Die Hauptursache von bleibenden Schäden oder gar Todesfällen ist bei Bränden jedoch der Brandrauch. Unser Rauchmelder Test 2020 hilft dir, das richtige Gerät zu finden.

Im Schlaf ist unser Geruchssinn ausgeschaltet, sodass eine Rauchentwicklung kaum auffällt. Durch das Einatmen kann es innerhalb kürzester Zeit zu einer Ohnmacht kommen. Hilfe holen oder Flucht sind dann nicht mehr möglich. Der Großteil der brandgeschuldeten Todesopfer verstirbt an diesen Folgen und nicht an Verbrennungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sicher. Kleines Gerät mit großer Wirkung! Ein Rauchmelder schützt, was uns lieb und teuer ist: Das Leben von uns, unserer Familie, Besucher, Nachbarn und Haustiere.
  • Vielfältig. Es gibt eine große Auswahl an Modellen. So gibt es reine Rauchmelder, aber z.B. auch Kohlenmonoxid-  oder Hitzemelder. So kann auch in Räumen mit alltäglicher Rauchentwicklung (z.B. Küche oder Bad) ein passendes Gerät installiert werden. Auch gibt es Lösungen für schwerhörige Menschen.
  • Unkompliziert. Heutzutage gibt es viele Modelle, die ohne Bohren auskommen. So kann man beispielsweise einige Geräte ganz einfach an die Decke kleben. Auch ist in der Regel kein Wechsel der Batterie nötig, meist hält ein Rauchmelder ganze 10 Jahre.

Rauchmelder Test: Favoriten der Redaktion

Der beste fotoelektrische Rauchmelder

Der Ei650 von Ei-Electronics verfügt über eine Lithium Batterie mit einer Lebensdauer von 10 Jahren. Alle 10 Sekunden prüft das Gerät auf Rauch, so bleiben Brände nicht lange unbemerkt. Durch seinen 5-Fach-Schutz sind Fehlalarme kaum ein Problem. Er ist zudem qualitätsgeprüft nach DIN EN 14604.

Die Montage erfolgt durch Verschraubung. Angenehm ist, dass dieses Modell nicht über ein lästiges Blinklicht verfügt, sodass ach eine Anbringung im Schlafzimmer keinen Nachteil bringt. Das Gerät eignet sich für Zimmer ohne erwartete Rauchentwicklung, also nicht für Küche oder Bad.

Der beste thermo-elektrische Rauchmelder

Thermo-elektrische Rauchmelder erkennen nicht nur Brandrauch, sondern auch Hitze. Dieses Modell der Firma ABUS  hat eine Lebensdauer von 12 Jahren und ist zertifiziert durch das Q-Label sowie nach DIN EN 14604 qualitätsgeprüft.

Das Gerät eignet sich für normale Haushalte, Wohnwagen oder Kleingewerbe in denen keine wiederholten Schleif-, Gas-, Schweiß- oder Sägearbeiten getätigt werden. Das Gerät wird durch ein Magnetklebepad auf den entsprechenden Oberflächen angebracht.

Für Räume mit alltäglicher Rauchentwicklung (z.B. Küchen, Werkstätten, Badezimmer) sind Rauchmelder nur bedingt geeignet. Du findest eine Auswahl mit entsprechender Beschreibung der passenden Alternativen in unserem Ratgeber weiter unten.

Kauf- und Bewertungskriterien für Rauchmelder

Rauchmelder gibt es in unterschiedlichen Variante. Deshalb haben wir im Folgenden alle relevanten Kaufkriterien für dich zusammengefasst. So kannst du das für dich beste Produkt wählen und ein sicheres Zuhause schaffen.

Funktionsweise

Es gibt unterschiedliche Arten von Rauchmeldern. Je nach Umgebung eignen sich unterschiedliche Modelle. Zum einen gibt es den klassischen Rauchmelder. Wie schon der Name verrät, erkennt dieses Gerät Rauch und warnt dann mit einem entsprechenden Signal.

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Je nach Umgebung kommen Geräte mit unterschiedlichen Funktionen infrage.

So können unnötige Fehlalarme verhindert werden.

Geräte zu reinen Raucherkennung nennt man fotoelektrische Rauchwarnmelder. Es gibt jedoch auch andere Arten, wie z.B. Flammenmelder, Kohlenmonoxid- oder Hitzemelder. Während Rauchmelder aufgrund der ständigen Dampfentwicklung beim Kochen nur bedingt für die Küche geeignet sind, ist ein Wärmemelder hier passender.

Ein Flammenmelder hingegen reagiert auf das typische Licht einer Flamme sowie das feuertypische Flackern. Sie eignen sich – wie auch die reinen Hitzemelder – für Orte, an denen gewollte Rauchentwicklung stattfindet. Mehr Details zu den einzelnen Brandmelder Arten und ihrer Funktion findest du weiter unten in unserem Ratgeber.

Anbringung

Die Montage eines Rauchmelders kann z.B. durch Verschrauben, aber auch durch einfaches Ankleben erfolgen. Auch magnetische Lösungen sind möglich. Wenn du nicht bohren möchtest, ist das daher kein Problem.

Die Anbringung ist insgesamt bei allen Varianten nicht schwierig. Im Benutzerhandbuch des jeweiligen Gerätes findest du alle relevanten Informationen und kannst die Arbeit schnell erledigen.

Signalform

Die wohl bekannteste Signalform von Rauchmeldern ist der laute Piepton. Es gibt aber auch Rauchmelder mit optischen Signalen oder Vibration. Diese Alternativen sind besonders für Menschen mit Hör- und/oder Sehbeeinträchtigung wichtig.

Es gibt Rauchmelder mit unterschiedlichen Alarmformen: Töne, Vibration oder optische Signale.

Besonders sicher sind Geräte mit Vibrationsalarm, denn im Schlaf können optische Reize unbemerkt bleiben. Diese Modelle funktionieren durch einen Empfänger, der in jede Hosentasche passt. Im Falle eines Brandes beginnt dieser zu vibrieren. Wichtig ist natürlich, das kleine Zusatzgerät auch wirklich immer bei sich zu tragen.

DIN-Norm

In allen 16 Bundesländern Deutschlands gibt es in Neu- und Umbauten eine Rauchmelderpflicht. In nur einem Bundesland gilt diese nicht für Bestandsbauten (Stand: 05/2020). Alle dieser Regeln und Pflichten beruhen auf der Anwender Norm DIN-14676. Diese legt fest, wie Brandmelder verwendet werden dürfen.

Seit dem Jahr 2008 dürfen zudem nur noch Geräte verkauft und verwendet werden, die der DIN EN 14604 entsprechen. Die Hersteller sind seitdem verpflichtet, ihre Geräte mit dem CE-Zeichen zu versehen und ihre Produktionen ständig zu prüfen. Mit einem solchen Modell bist du privat sowie rechtlich auf der sicheren Seite.

Entscheidung: Welche Arten von Rauchmeldern gibt es und welche ist die richtige für dich?

Seit 2008 dürfen nur noch Geräte verkauft und genutzt werden, die nach DIN EN 14604 qualifiziert sind. Doch es gibt verschiedene Arten von Rauchmeldern. Die Tabelle verschafft dir einen kleinen Überblick über die einzelnen Vor- und Nachteile.

Art Vorteile Nachteile
Fotoelektrischer Rauchmelder Erkennt frühzeitig giftigen Rauch, eignet sich für viele Räume Kann auf Zigarettenrauch/Shishadampf reagieren, erkennt weder Hitze, Flammen noch Kohlenmonoxid
Thermo-optischer Rauchmelder Erkennt gefährlichen Rauch und Hitze, eignet sich für viele Räume Trotz Hitzeerkennung nur bedingt für Räume mit alltäglicher Rauchentwicklung (z.B. Küche) geeignet
Handfeuermelder Alarmiert über Knopfdruck die Feuerwehr muss manuell betätigt werden und erkennt von allein keine Gefahr

Im Folgenden haben wir dir die Informationen aus der Tabelle noch einmal im Detail zusammengefasst. So kannst du dich für ein passendes Gerät entscheiden und von bestmöglicher Sicherheit profitieren.

Fotoelektrischer Rauchmelder

Fotoelektrische Rauchmelder (auch: Optische Rauchmelder) erkennen Rauch. Auf Kohlenmonoxid, Hitze oder Flammen reagieren sie nicht. Diese Modelle eignen sich für die meisten Räume in Haus und Wohnung. Flur, Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Kinder- und Gästezimmer sind damit gut ausgestattet.

In Räumen mit gewollter bzw. zu erwartender Rauchbildung könnte es jedoch vermehrt zu Fehlalarmen kommen. Gemeint sind vor allem Zimmer wie Küche oder Badezimmer, aber auch einige Arbeitszimmer und Werkstätten. Hier sollte ein anderes Gerät gewählt werden, z.B. ein Hitze-, Flammen oder Kohlenmonoxid Melder.

Vorteile
  • für viele Räumlichkeiten geeignet
  • reagieren auf gefährlichen Brandrauch
Nachteile
  • reagieren nicht auf Wärme, Flammen oder Kohlenmonoxid
  • nicht für Küche, Bad oder Werkstatt geeignet

Thermo-optischer Rauchmelder

Thermo-optische Brandmelder reagieren sowohl auf Brandrauch als auch auf Hitze. Durch diese 2-in-1-Funktion sind sie besonders sicher und vielseitig anwendbar. Da jedoch auch Rauch erkannt wird, eignen sich diese Modelle nicht für Küche oder Badezimmer.

Für Räume mit alltäglicher Dampf- oder Rauchentwicklung sollten daher andere Geräte zum Einsatz kommen, z.B. ein reiner Hitzemelder.

Vorteile
  • 2-in-1 Funktion (erkennen Wärme und Rauch)
  • für viele Räumlichkeiten geeignet
Nachteile
  • reagieren nicht auf Kohlenmonoxid
  • trotz Wärmeerkennung nicht gut für Küchen, Bad und Werkstatt geeignet

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Rauchmelder ausführlich beantwortet

Die wesentlichsten Fragen zu Rauchmeldern sind im Anschluss ausführlich beantwortet.

Was ist ein Rauchmelder?

Wie der Name vermuten lässt ist ein Rauchmelder ein Gerät, das Rauch erkennt. Im Falle eines Brandes oder starker Rauchentwicklung gibt es ein Warnsignal in Form eines Pieptons. Es gibt aber auch Geräte, die durch optische Signale oder Vibration auf die Gefahr aufmerksam machen.

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Rauchmelder schützen das, was wirklich wichtig ist: Das Leben von uns, unseren Kindern, Familien, Haustieren, Nachbarn und Freunden
(Bildquelle: Pixabay / Pezibear).

So mancher feuerbedingte Todesfall hätte mit einem Rauchmelder verhindert werden können. Die kleinen und meist unauffälligen Geräte können Leben retten. Die Funktionsweise von Rauchmeldern ist dafür aber gar nicht so kompliziert. Mehr dazu erfährst du im Video.

Für wen eignet sich ein Rauchmelder?

Rauchmelder eignen sich für jeden Menschen, denn jeder Mensch verdient Schutz und Sicherheit. Ohnehin sind Rauchmelder im privaten Wohnraum in allen Bundesländern Pflicht. Zwar gibt es  länderspezifische Unterschiede, doch alle orientieren sich an der DIN 14676. Diese legt fest, wie Rauchmelder zu nutzen sind.

Ein Rauchmelder ist für jeden Menschen geeignet, denn ein solches Gerät kann Leben retten.

Ist ein Rauchmelder Pflicht?

Rauchmelder sind im privaten Wohnraum in allen 16 Bundesländern Pflicht. Es gibt jedoch länderspezifische Unterschiede. In der Tabelle haben wir dir zusammengefasst, welche Bundesländer die Rauchmelderpflicht noch auf bestimmte Bauformen beschränken (Stand 2020).

Bundesland Beschreibung
Berlin und Brandenburg Spätestens ab dem 31.12.2020 müssen nicht nur Neu- und Umbauten, sondern auch Bestandsbauten mit Rauchmeldern ausgestattet sein.
Sachsen In Sachsen müssen nur in Neu- und Umbauen Rauchmelder installiert werden.

Welche Arten von Rauchmeldern gibt es?

Es gibt unterschiedliche Arten von Rauchmeldern. Die Art des Geräts hängt von der Umgebung ab.

  • Fotoelektrischer oder optischer Rauchmelder
  • Thermo-optischer Rauchmelder

Es gibt reine Rauchmelder (fotoelektrische oder optische Geräte) und Kombigeräte (thermo-optische Geräte). Letztere erkennen auch Wärme. Für “Ausnahme-Räume”, in denen Dampf oder Staub entsteht (z.B. Küche, Bad, Werkstatt) eignet sich eher ein Wärmemelder. Details findest du unten bei den Alternativen.

Thermo-optische Kombigeräte sind durch ihre 2-in-1-Funktion besonders sicher, eignen sich aber durch die Raucherkennung nur bedingt für “Ausnahme-Räume”. Für diese empfehlen wir dir einen reine Hitzemelder oder ein Gerät, dass während dem Dusch-, Koch- oder Arbeitsvorgang stumm geschaltet werden kann.

Achtung: Danach die Deaktivierung der Stummschaltung nicht vergessen!

In welchen Räume sollte ein Rauchmelder angebracht sein?

Die Rauchmelderpflicht in spezifischen Zimmern unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Überall müssen Kinder- und Schlafzimmer sowie Flur und Rettungswege mit Rauchmeldern versehen sein. Im Folgenden findest du die länderspezifischen Unterschiede (Stand 05/2020):

  • Berlin und Brandenburg: Hier muss auch im Wohnzimmer ein Rauchmelder installiert sein.
  • Baden-Württemberg: Hier müssen Rauchmelder zusätzlich in allen Räumen installiert sein, die Menschen zum Schlafen nutzen.

Welches Gerät für welchen Raum geeignet ist, haben wir dir in der Tabelle zusammengefasst.

Raum Gerät Beschreibung
Küche Wärmemelder Da die Dampfbildung beim Kochen häufig einen Fehlalarm auslöst, eignet sich kein Rauch-, sondern ein Wärmemelder.
Badezimmer Wärmemelder Auch im Badezimmer können Brände entstehen, z.B. durch Elektogeräte. Aufgrund des Wasserdampfs beim Duschen eignet sich hier ein Wärmemelder.
Wohn-und Schlafzimmer Rauch- und Kohlenmonoxidmelder oder Kombigerät Da sich in Wohn- und Schlafräumen im Alltag kein Wasserdampf oder Rauch entwickelt, reichen hier meist fotoelektrische Geräte aus. Es bietet sich jedoch an, ein Kombigerät anzuschaffen bzw. zusätzlich einen Wärme- und/oder Kohlenmonoxidmelder zu installieren. Letzteres vor allem bei offenen Feuerstellen oder Gasheizung.
Büro Rauch- und Kohlenmonoxidmelder oder Kombigerät Wenn keine häufige Dampf- , Staub- oder Rauchentwicklung auftritt, gelten hier die gleichen Empfehlungen wie für Schlaf- und Wohnräume.
Werkstatt Wärmemelder Werkstätten können durch die Arbeitsbedingungen sehr staubig sein. Es bietet sich an, einen Wärmemelder zu nutzen. Ein reiner Rauchmelder könne unnötig oft einen Fehlalarm auslösen.
Garage und Keller Wärmemelder Eine Garagen und Keller sind oft dreckig und verstaubt. Es bietet sich daher ein Wärmemelder an.
Wohnmobil Rauchmelder mit Stummtaste In Wohnmobilen wird auf engstem Raum gelebt und gekocht. Auch ändert sich die Temperatur häufig. Ein Rauchmelder bietet sich besonders für Nacht an. Wichtig ist, dass dieser eine breite Temperaturspanne aushält und z.B. beim Kochen stummgeschaltet werden kann.

Was bedeutet das Q-Label?

Das Q-Label ist ein Qualitätssiegel im Bereich Rauchmelder. Ein Q-Label kann nur vergeben werden, wenn ein CE-Zeichen (siehe DIN-Norm) vorhanden ist. Um das Label zu erhalten, müssen spezielle Prüfstandards erfüllt werden. Das Q steht für Qualität und ist nicht von einer Herstellermarke abhängig.

Das Zeichen kann dich also in deiner Kaufentscheidung unterstützen und bestätigt eine hochwertige und langlebige Qualität des Geräts.

Was ist ein vernetzter Rauchmelder?

Du kannst deine Rauchmelder darhtlos per Funk , aber auch per Kabel miteinander vernetzen. Sobald einer anschlägt, schlagen alle an. Besonders in großen Gebäuden mit vielen Stockwerken erhöht dies die Sicherheit.

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Besonders in großen Häusern mit vielen Etagen oder Zimmern ist ein Rauchmelder-Netzwerk sinnvoll: So bekommt jeder der Anwesenden den Alarm sofort mit
(Bildquelle: Pixabay / Peggy_Marco).

Einige dieser vernetzbaren Geräte können mit einer Fernbedienung gesteuert werden.

Wer ist für meinen Rauchmelder verantwortlich?

In allen 16 Bundesländern muss der Eigentümer (auch: Vermieter) dafür sorgen, dass entsprechend der gesetzlichen Regelungen funktionierende Rauchmelder installiert werden. Hinsichtlich der Wartung gibt es jedoch Unterschiede, die wir in der folgenden Tabelle gesammelt haben.

Bundesland Verantwortlich für die Wartung
Baden-Württemberg Mieter/ Benutzer (Einigung möglich)
Berlin Mieter/Benutzer (Einigung möglich, der Vermieter/Eigentümer kann die Kosten auf die Nebenkostenabrechnung übertragen)
Brandenburg keine klare Regelung
Bremen Mieter/Benutzer (Einigung möglich, der Vermieter/Eigentümer kann die Kosten auf die Nebenkostenabrechnung übertragen)
Hamburg keine klare Regelung
Hessen Mieter/Eigentümer (Einigung möglich)
Mecklenburg-Vorpommern keine klare Regelung
Niedersachsen Mieter/Benutzer (Absprachen möglich)
Nordrhein-Westfalen Mieter/Benutzer
Rheinland-Pfalz keine klare Regelung
Saarland Mieter/Benutzer, Absprachen möglich
Sachsen keine klare Regelung, da die Rauchmelderpflicht nur für Neu- und Umbauten besteht
Brandenburg keine klare Regelung
Sachsen-Anhalt Vermieter/Eigentümer (Einigung möglich)
Schleswig Holstein Mieter/Benutzer (Einigung möglich)
Thüringen Eigentümer/Vermieter (Einigung möglich)

Was kostet ein Rauchmelder?

Rauchmelder sind meist nicht teuer. Zwar gibt es auch hochpreisige Geräte über 100€, aber die meisten Modelle kosten Einzeln etwa 15-20€. Meist lohnt sich jedoch eine Anschaffung als Set, denn du wirst ohnehin mehr als ein Gerät benötigen. Ein 3-er Set beginnt bei ca. 20€ und wird je nach Marke und Funktion teurer.
Oft ist ein Set günstiger.

Es sind nur Geräte zum Verkauf zugelassen, die das CE-Siegel tragen und der DIN EN 14604 entsprechen. Dennoch empfehlen wir dir ein Markenprodukt zu wählen und wenn möglich auch auf das Q-Label zu achten. Denn ein Rauchmelder hält meist mehr als 10 Jahre und rettet im Ernstfall Leben. Es ist also eine sinnvolle Investition.

Wie wechsle ich die Batterie eines Rauchmelders?

Die Batterien sind heutzutage fest im Gerät verbaut und müssen nicht gewechselt werden. Die meisten Geräte haben eine Lebensdauer von über 10 Jahren, was die Nutzung eines Rauchmelders sehr angenehm und unkompliziert macht. Ist die Batterie leer, musst du das Gerät ersetzen.
Es gibt Geräte, bei denen die Batterie rund 10 Jahre hält.

Es gibt jedoch auch Modelle, die einen Batteriewechsel zulassen. In diesem Fall findest du die genauen Anweisungen in der Bedienungsanleitung. Solltest du diese verlegt haben, kannst du meist über eine einfache Google-Suche die richtige Beschreibung finden.

Welche Alternativen gibt es zu einem Rauchmelder?

Anstelle eines Rauchmelders kann auch ein anderes Gerät gewählt werden. Je nach Umgebung kann dies sogar sinnvoller sein. In Räumen wie Küche, Badezimmer oder Werkstatt kommt es häufig zu ungefährlicher Dampf-, Staub- oder Rauchbildung. Um wahre Gefahren erkennen zu können, bieten sich Flammen- oder Hitzemelder an.

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Ein Handfeuermelder erkennt zwar keinen Brand, verständigt aber bei Betätigung des Notknopfes schnell und unkompliziert die Feuerwehr
(Bildquelle: pixabay.com / blickpixel)

Auch gibt es Lösungen, die zwar kein Feuer entdecken können, aber bei Betätigung schnell und unkompliziert die Feuerwehr verständigen. Im Folgenden erklären wir die einzelnen Alternativen genauer.

Flammenmelder

Flammenmelder

Flammenmelder reagieren speziell auf das typische Flackern von Flammen bzw. das dabei enstehende ultraviolette Licht. Sie eignen sich besonders für Orte, an denen mit plötzlicher Flammenentwicklung zu rechnen ist.

Wärmemelder

Wärmemelder

Wärme- oder Hitzemelder reagieren nicht auf Rauch, sondern auf hohe Temperaturen. Besonders geeignet sind sie für Räume, in denen im Alltag viel Staub, Dampf oder Rauch entsteht. Beispiele dafür sind die Küche, das Badezimmer oder Werkstätten, Keller und Garagen.

Handfeuermelder

Handfeuermelder

Ein Handfeuermelder wird manuell per Knopfdruck betätigt und alarmiert dann direkte und schnell die Feuerwehr. Du hast ein solches Gerät sicherlich schon einmal gesehen. Es handelt sich meist um einen roten Knopf hinter einer dünnen Glasscheibe. Diese schlägt man im Notfall ein. Früher kannte man Handfeuermelder auch als Druckknopfmelder.

Wichtig: Das Gerät erkennt eine Gefaht nicht von selbst, es ist eine manuelle Betätigung nötig.

Wie montiere ich einen Rauchmelder?

Die Montage eines Rauchmelders hängt vom Gerät ab. Es gibt Modelle, die verschraubt oder mit einem Magnet befestigt werden. Auch gibt es Lösungen mit Klebestreifen. Alle Formen sind jedoch leicht machbar und werden im Benutzerhandbuch ausführlich und verständlich erklärt.

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Wusstest du, dass viele Rauchmelder ein LED-Blinklicht haben?

Viele Menschen fühlen sich davon in der Nacht gestört. Wenn du einen Rauchmelder für ein Schlaf-, Kinder oder Gästezimmer suchst, solltest du beim Kauf darauf achten. Es gibt besondere Geräte ohne Blinklicht sowie Modelle mit unauffälliger LED-Lampe.

Bei der Installation musst du darauf achten, mindestens 50cm Entfernung zu Lampen, Unterzügen, Balken oder Wänden einzuhalten. Da Rauch nach oben steigt, muss der Rauchmelder immer möglichst mittig an der Decke befestigt sein. Du solltest du Funktion danach stets testen.

Wo kann ich einen Rauchmelder kaufen?

Rauchmelder gibt es im Einzelhandel vor Ort aber auch Online. Im Folgenden haben wir dir beispielhaft zusammengefasst, wo du ein solches Gerät sicher erwerben kannst.

  • Amazon
  • Real
  • Bauhaus
  • Obi

Wie reinige ich einen Rauchmelder?

Ein Rauchmelder sollte nur ab uns zu abgestaubt werden. Dafür kannst du ein einfaches Staubtuch verwenden. Wasser oder Putzmittel empfehlen wir nicht, denn dadurch kann der Rauchmelder negativ beeinflusst werden und so im Notfall eventuell deine Sicherheit gefährden.

Ein Rauchmelder muss nicht besonders gereinigt werden.

Im Gegenteil: Eine Säuberung mit Wasser oder Reiniger kann das Gerät sogar negativ beeinflussen.

Gibt es Rauchmelder mit Kameras?

Es gibt viele Mythen um versteckte Kameras in Rauchmeldern. Dies ist jedoch höchst unwahrscheinlich. Es gibt zwar Überwachungskameras in Form von Rauchmelder-Attrappen, diese dienen aber nicht der Brandmeldung.

Die Angst vor versteckten Kameras ist in der Regel unbegründet.

Eine Untersuchung des Geräts wird schnell die Wahrheit zeigen.

Du brauchst also nicht wirklich Angst davor haben, überwacht zu werden. In Deutschland gibt es eine Rauchmelderpflicht, wenn also eine Attrappe installiert wurde, fehlt immer noch der eigentliche Brandschutz und der Eigentümer ginge ein sehr großes Risiko ein.

Wie entsorge ich einen Rauchmelder?

Wenn du deinen Rauchmelder entsorgen möchtest, kannst du ihn zum nächsten Wertstoffhof bringen. Dir entstehen dabei keine Kosten. Wo sich die nächste Sammelstelle in deiner Nähe befindet, kannst du ganz einfach über Google oder z.B. die Gelben Seiten herausfinden. Wir haben dir die entsprechende Suchseite unten an letzter Stelle verlinkt.

Bildquelle: Aibetova/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Erik hat Informatik studiert und bloggt über verschiedene Sicherheitssysteme. Er kennt sich nicht nur mit digitalen Sicherheitssystemen aus, sondern auch mit Schlössen und Einbruchschutz.